St. Martinskirche in Steinheim

In unserer Martinskirche feiern wir jeden Sonntag Gottesdienst. Neben Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen und Andachten finden hier weitere Veranstaltungen der Kirchengemeinde Steinheim an der Murr in einem stilvollen Rahmen statt.

 

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Geschichtliches

St.-Martins-Kirche bis 1953

Die Siedlung Steinheim ist im Jahre 832 und die St.-Martins-Kirche 1235 erstmals erwähnt. Sie ging wahrscheinlich aus einer Chorturmkirche hervor und war eine Hallenkirche.

 

Der Turm wurde später an der Chornordseite angebaut. Der Chor ist ein halbes Achteck, und manche Steine tragen außen Steinmetz-Zeichen. Er ist auf Diensten kreuzrippengewölbt mit Ornament-Ausmalung in den Stichkappen. Die Fenster im Obergaden zeigen noch Ansätze von Maßwerken, die beim Brand 1634 zerstört wurden. 

 

Sie war Mutterkirche für die Orte Rietenau, Röhrach und Fürstenhoff bis 1456 und für Kleinbottwar bis 1499. Steinheim lag im Gebiet der Diözese Speyer.

 

Die erste Aufbrechung der Schiffsüdwand war für die kreuzrippengewölbte Seitenkapelle zur Bestattung des Dietrich von Plieningen von Schaubeck, da die Filialkirche mit Gruft in Kleinbottwar 1485 noch nicht gebaut war.

 

Nach dem großen Brand 1634 war die Ruine Eselstatt, der Gottesdienst fand in der ehemaligen Klosterkirche und nach dessen Brand 1643 im Schlössle statt. 1639 hatte Steinheim 84 Einwohner. Die Kirche war ab 1650 und der Turm ab 1656 wieder aufgebaut.

 

Die Nordwand wurde dann aufgebrochen, die Pfeiler entstanden und ein Seitenschiff wurde angebaut. Als Ecksteine wurden Grabmale des Klosters verwendet. Mehrere Emporen wurden eingebaut und für die Brüstung ein Chistus- und zwölf Apostel-Bilder gestiftet sowie eine Sonnenuhr gestaltet. Auch von Gemälden in Art einer Armenbibel wird berichtet, auch Familienbänke waren verliehen.

 

Herrschaftliche Personen wurden in der Kirche bestattet, die Bevölkerung im Kirchhof um die Kirche. Der war auch der von den zünftigen Handwerkern bewachte Schutzbereich der Bevölkerung bei Bedrohung.

 

Nach dem Blitzeinschlag im Turm und seiner Wiederherstellung wurden erstmals Urkunden in den Turmknopf gelegt. Ein Problem waren die häufigen Hochwasser der Murr und Bottwar. Das Wasser lief einmal sogar über den Altar. Die Gläubigen mussten oft mit dem Floß von oder zu der Kirche gebracht werden.

 

Das Pfarrhaus, Badtorstraße 3, wurde vertauscht mit dem ehemaligen Schul- und Rathaus beim Kloster. Aus dem kommunalen Besitz wurde die Kirche samt Pfarrhaus, Grundstücke und Akten der Kichengemeinde 1892 übertragen.