01.08.12

Ein Dom und eine Synagoge

Gemeindeausflug nach Wimsheim und Pforzheim

Nachdem unsere ehemalige Vikarin, Judith Markgraf, im März ihre erste Stelle in Wimsheim (Dekanat Leonberg) angetreten hat, lag es nahe, diese Gemeinde als ein Ziel unseres diesjährigen Gemeindeausflug zu wählen. Bei ca. 35 Grad Außentemperatur schätzten wir den klimatisierten Bus und die ruhige Art „unserer“  Busfahrerin Gerlinde, die uns sicher nach Wimsheim brachte.

 

Frau Markgraf erwartete uns schon am Fuße des Kirchhügels, auf dem der Wimsheimer Dom thront. Sie geleitete uns an der Baustelle „ihres“ Pfarrhauses vorbei zum modernen Gemeindehaus. Leider wohnt Frau Markgraf immer noch in einer Interimswohnung, da die Restaurierung des historischen, wunderschönen und großen Pfarrhauses erst im September abgeschlossen sein wird.

 

Im Gemeindehaus erwartete uns der Frauenkreis und begrüßte uns freundlich. mit liebevoll gedeckten Kaffeetischen und herrlichem Kuchen. Nachdem die gegenseitige Begrüßung und Vorstellung beendet war, setzten sich die Wimsheimer Frauen zu uns und ein herrliches Schmausen begann. Obwohl der Frauenkreis eigentlich sein Abschluss-Sommerfest hatte, waren sie bereit, die angereisten 48 Menschen aus Steinheim zu bewirten.

 

Danach führte uns Frau Markgraf durch die große Wimsheimer Kirche und hielt anschließend eine Andacht.

 

Nun war es an der Zeit, wieder in den Bus zu steigen und nach Pforzheim zu fahren, wo wir in der Synagoge unsere nächste Station machten. Es empfing uns dort der Rabbiner Bar-Lev. Nachdem die Männer sich mit der traditionellen Kippa den Kopf bedeckt hatten, durften wir im Betsaal Platz nehmen.

 

Höchst interessant erklärte uns der Rabbiner die Riten und religiösen Bräuche der Juden. Wir erfuhren etwas über die koschere Küche, über die Feste und die jüdische Gemeinde in Pforzheim. Wir bekamen den Raum und die Symbole und Schriftzeichen erklärt und durften uns die Thorarollen näher ansehen. 

Es war sehr beeindruckend, mit welchem Selbstbewusstsein und Stolz, sowie  Anklängen von jüdischem Humor und rabbinischer Gelehrsamkeit er uns seine Religion näher brachte. Als wir uns wieder auf den Heimweg machten, gab es viel Gesprächsstoff und Diskussionen über die Unterschiede der Religionen.

 

Der gemütliche Abschluss  war im Schreyerhof bei Hessigheim, von dort war die Arche in Steinheim bald erreicht.

 

Wir danken Pfarrer Jäckle ganz herzlich für die wieder einmal hervorragende Organisation des Ausflugs.