Frauenfrühstück mit Susanne Mockler im Gemeindehaus Arche in Steinheim

„Fitness für die Seele –Wie Sie den Alltagswahnsinn unbeschadet überstehen“

Susanne Mockler, die Referentin des Vormittags, war schon zu einem Verwöhnabend für Paare zusammen mit ihrem Mann Markus im Gemeindehaus Arche. Und viele Gäste freuten sich, sie wieder zu treffen.

Seelische Ausgeglichenheit ist genauso wichtig wie körperliches Wohlbefinden, so Frau Mockler. Eine Temperaturmessung immer mal wieder ist sehr zu empfehlen. Doch wie soll das gehen? Es ist ein in sich Hineinhören, wie fühle ich mich gerade. Bin ich überwiegend beschwingt und in guter Stimmung oder komme ich schon geraume Zeit auf dem Zahnfleisch daher. Auch das gibt es im Leben und jeder kennt Zeiten, in denen man an seine Grenzen kommt. Jeder vierte Berufstätige steht in der Gefahr auszubrennen, ist Burnout gefährdet, wird beobachtet. Viele Aufgaben sind in Beruf, Familie, Schule und Pflege von Angehörigen zu bewältigen. Und das kann sehr anstrengend sein. Einfach raus aus dem Alltag und nur noch Urlaub machen ist keine Lösung, sagt Frau Mockler. Denn Menschen sehnen sich danach, gefordert zu werden und etwas in der Welt bewegen zu können. Dann bewältigt man anstrengende Tätigkeiten ohne an Grenzen zu kommen. Denn es gibt auch positive Anspannungen, die uns sogar beflügeln können, denn es kommt etwas Gutes dabei heraus.  Doch wenn es zu viele Aufgabengebiete werden, entwickelt sich böser Stress. Krankheiten, körperliche Beschwerden und Streit fordern uns heraus. Oft hat man keine Kompetenz mehr, Belastungen auszugleichen. 

Was hilft, gar nicht erst in eine solche Abwärtsspirale, auch Depression genannt, hineinzukommen?

Das eigene, ganz persönliche Lebensschiff zu betrachten ist eine Möglichkeit. Welche Ladung habe ich auf meinem Schiff? Und da hat jeder Mensch ganz persönliche Belastungsgrenzen. Ein Vergleich mit anderen Lebensschiffen ist nicht zu empfehlen.

Die zweite Betrachtung liegt auf dem Kiel. Mit ihm wird der Kurs gewählt. Wo will ich hin? Sehr zu empfehlen ist, die eigene Richtung zu finden. Sich Tagesziele, Jahresziele und längerfristige Lebensziele zu stecken ist ratsam.

Und dann gilt es noch das Segel richtig zu setzen. Ein starkes Segel kann uns auch durch Stürme führen.

Professor Dr. Antonowski hat die Salutogenese entwickelt. Prophylaxe ist besser als Krankheit zu behandeln, das ist die Kernaussage dabei. Es geht darum, Gesundheit zu bewahren. Bemühe dich, Belastungen zu verstehen. Manchmal hilft es, einen Schritt zurückzutreten, um das eigene Leben zu verstehen.

Gönne dir ausreichend Auszeit, in denen das  Durcheinander des Lebens mal in Ruhe und mit Abstand betrachtet werden kann. 

Ein weiterer guter Rat ist, Prioritäten für den eigenen Lebensstil zu setzen und den Alltag gut zu strukturieren, den eigenen Lebenssinn aufzuspüren.

Beziehungen leben mit Menschen und mit Gott. Das sind die Lebensziele, die sich das Ehepaar Mockler gesetzt hat. Sie haben diesen Auftrag zu ihrem Beruf und Lebenssinn gemacht. Als Paartherapeuten begleiten sie Ehepaare in schwierigen Lebenssituationen. Sie sagen sich auch immer wieder selbst zu, wer das wohin im Leben kennt, bekommt  einen Heilsplan. Gott hat uns zu seinem Ebenbild geschaffen und wünscht sich nichts lieber, als dass wir eines Tages bei ihm im ewigen Leben sind.

Musikalisch wurde der rundum gelungene Vormittag von Manuela Grupp aus Steinheim zusammen mit ihren beiden Töchtern gestaltet.